Katzenerziehung

Wie die Katzenmutter ihre Jungen erzieht

Katzen ErziehungZunächst ist die Katzenmutter bestrebt, ihren Nachwuchs beisammen zu halten. Ihre wachsamen Augen sind stets auf ihre Jungen gerichtet, wenn diese das Wurflager für erste Ausflüge verlassen. Entfernen sich die Katzenbabys zu weit von der „Basis“, dann gibt es von der Katzenmutter meist einen kräftigen Schupser in die richtige Richtung. Sind die Kleinen ca. 4 Wochen alt, nehmen sie ihre erste feste Nahrung zu sich. Ab diesem Moment beginnt das eigentliche „Katzen erziehen“ durch die Katzenmutter. So bringt die Mutter von der Jagd Beute mit und legt beispielsweise tote Mäuse in das Nest ihrer Jungen. Die Katzenbabys wissen meist erst nichts damit anzufangen und spielen nur mit der Beute. Die Katzenmutter zeigt ihren Jungen anschließend, wie man die Beute genüsslich verspeist. Die Jungen schauen der Mutter ganz genau zu und versuchen es auch selbst.

Ungefähr 14 Tage später folgt die nächste Lektion im „Katzen erziehen“. Doch jetzt bringt die Katzenmutter von ihrer Jagd lebende Beute mit und legt diese dann ins Nest der Katzenbabys. Da die Beute nun versucht aus dem Nest zu fliehen, zeigt die Mutter jetzt ihren Kleinen, wie man die Beute gezielt mit einem Biss tötet. Doch es wird noch Wochen dauern, bis die Jungen dies auch beherrschen.

Die Umgebung erkunden und spielen

Sind die Katzenbabys kräftig genug, geht die Katzenmutter mit ihren Kleinen auf Erkundungstour durch ihr Revier. Hierbei geht die Mutter stets voraus und lockt die Kleinen mit ihrem Gurren. Die Ausflüge im eigenen Revier gehören auch zur Katzenerziehung. Die Katzenbabys folgen ihrer Mutter und erkunden so nach und nach die neue Umgebung.

Was passiert, wenn plötzlich eine Gefahr droht? In solch einer Situation gibt die Katzenmutter einen lauten Warnruf von sich und ihre Kleinen stürmen sofort zu ihr und suchen Schutz. So lernen sie schnell, was für sie Gefahr bedeutet und was nicht.

Wenn Menschen Katzen erziehen

KatzenerziehungManche meinen immer noch, Katzen erziehen ist nicht möglich. Hierbei kommt es natürlich darauf an, was man unter Katzen erziehen versteht. Katzen sind sehr eigenwillig und jede von ihnen hat ihren eigenen Charakter. Eine Katze kann man nicht erziehen wie einen Hund. Die Befehle „Männchen machen“ oder „bei Fuß“ funktionieren bei  Katzen nicht. Jedoch wissen Katzen, welche von ihrer Mutter und ihren Geschwistern Einiges gelernt haben, wie man sich im Revier zu verhalten hat. Wer sich dazu entschlossen hat, das eigene Heim mit einer Katze zu teilen, kann sich glücklich schätzen. Denn Katzen sind etwas ganz Besonderes und jede einzelne von ihnen hat ihren eigenen Charme.

Von Natur aus sind Katzen zufriedene Tiere und brauchen nicht viel um glücklich zu sein. Im Alltag mit einer Katze stellen Sie die Regeln auf. Katzen lernen schnell und lernen auch gern. Sie brauchen nicht lange, um zu verstehen, was sie im gemeinsamen Haushalt dürfen und was sie lieber unterlassen sollten. Um eine Katze zu erziehen, sollte man schon sehr viel Feingefühl mitbringen.

Katzen denken anders als Menschen

Jeder Katzenbesitzer sollte sich erst einmal klar machen, dass eine Katze einen ganz anderen Denkprozess durchläuft als der Mensch. So ist für eine Katze eine einmal gemachte Erfahrung nicht auf eine andere Situation übertragbar. Wenn eine Katze mehrmals gesagt bekommt, dass sie nicht am Sofa kratzen soll, so kann sie es nicht verstehen, dass dieses Verbot auch automatisch für den Sessel, Teppich oder andere Möbel gleichermaßen gilt.

Ebenso denkt die Katze auch, wenn der Mensch jetzt gerade nicht anwesend ist, kann man doch wieder an den Möbeln kratzen. Und nicht nur der Besitzer soll mit seiner Katze schimpfen, wenn sie wieder an den Möbeln kratzt, sondern die Katze muss auch eine schlechte Erfahrung dabei machen. So könnte beispielsweise ein kalter Wasserstrahl aus einer Sprühflasche zum Einsatz kommen. Die Katze wird nun künftig dieses Möbelstück meiden, von welchem sie einen Wasserstrahl bekam. Sofern der Mensch, der den Wasserstrahl abgibt, nicht unmittelbar daneben steht, kann die Katze dieses schreckliche Erlebnis nur mit dem Ort in Verbindung bringen, jedoch nicht mit der Person.

Der richtige Zeitpunkt der Strafe

Da die Katze eine für sie unangenehme Erfahrung immer nur mit der gerade stattfindenden Situation in Verbindung bringen kann, zeigt eine Strafe nur dann ihre volle Wirkung, wenn diese auch gleich auf frischer Tat folgt. Ertappen Sie die Katze nicht auf frischer Tat, so können Sie sie im Nachhinein auch nicht mehr dafür strafen. Die Katze kann es dann nicht mehr nachvollziehen, wofür sie jetzt eigentlich bestraft wurde.

Klare Regeln und Konsequenz

Katzen erziehen ist nicht kompliziert, denn sie sind lernwillig und lernen auch schnell. Doch eines kann die Katze jedoch nicht verstehen, wenn es Ausnahmen gibt. Darum ist absolute Konsequenz die wichtigste Regel in der Katzenerziehung.

1. Bild von oben: depositphotos.com/orhancam

2. Bild von oben: depositphotos.com/Hackman

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