Intelligenzspielzeug für Katzen

Intelligenzspielzeug – Gehirnjogging für Katzen


Ist Intelligenzspielzeug überhaupt sinnvoll?

Nicht nur der Körper, sondern auch der Geist will bei Katzen fit gehalten werden. Wenn die Katze die Funktionsweise eines neuen Spielzeugs erkundet, so ist diese Beschäftigung der beste Fitmacher für das Hirn. Speziell für Wohnungskatzen, die nicht wie Freigänger von den zahlreichen Einflüssen in der freien Wildbahn gefordert werden, sind diese Intelligenzspielzeuge eine wichtige Ergänzung im Katzen-Alltag.

Katzen sind ständig hellwach und ihre Aufmerksamkeit wird selbst dann gefordert, wenn sie ruhen. Katzen können aber Geräusche, die nicht mit der Jagd zu tun haben, komplett ignorieren. Nehmen sie aber plötzlich ein Rascheln oder ein anderes Geräusch wahr, so sind sie plötzlich höchst wachsam.

Intelligentes Verhalten bei Katzen – welche Bedeutung?

Die Intelligenz bei Katzen spiegelt sich in deren Anpassungs- und Lernfähigkeit wieder. Durch das Lernen kann das Verhalten gegenüber neuen Situationen angepasst werden, da Verhaltensmuster angeboren sind und meist unverändert ablaufen. Beim Lernen greift die Katze auf ihre in der Vergangenheit gemachten Erfahrungen zurück und vermeidet so eventuelle Misserfolge, indem sie ihre Reaktionen künftig verbessert.

Katzen lernen schnell die Folge der ablaufenden Zusammenhänge sowie die ihr erteilten Verbote, die sie künftig zu umgehen versucht, um dennoch an ihr Ziel zu gelangen.

Gibt es schlaue und dumme Katzen? Intelligenz und Einflüsse

Wenn man Neugierde und Lernfähigkeit als Maßstab setzt, so gibt es schon schlaue und weniger kluge Katzen. So wie bei uns Menschen können auch bei Katzen genetische Einflüsse Auswirkungen auf die Intelligenz haben, was bisher jedoch noch nicht nachgewiesen wurde. Jedoch verzögert sich neben der körperlichen Entwicklung auch das Lernverhalten der Kätzchen, wenn deren Katzenmutter in der Tragzeit eine mangelhafte Ernährung hatte.

Wachsen die Kätzchen in ihrer Prägungsphase in einer reizarmen Umgebung auf, so reagieren sie später meist ängstlich auf neue Situationen. Kommen die Kätzchen beim Aufwachsen mit reichlich Abwechslung in ihrem Umfeld in Kontakt, so wird die Neugier, der Erkundungsdrang und der Geist besser gefördert.

Wie kann ich wissen, ob meine Katze intelligent ist?

Bieten Sie Ihrer Katze täglich Denkaufgaben an, welche dann kontinuierlich gesteigert werden können. Stellen Sie fest, wie schnell Ihre Katze diese Aufgaben löst.

Aufgabe 1: Sie können einen leeren Joghurtbecher nehmen und in diesem ein Leckerli platzieren. Der Becher sollte allerdings einen geringeren Umfang als der Kopf der Katze haben. Die Katze muss nun überlegen, wie sie an dieses Leckerli kommt. Entweder sie schupst den Becher um, damit das Leckerli herausfällt oder sie angelt es sich mit ihrer Pfote aus dem Becher.

Aufgabe 2: Jetzt wird es schon schwieriger. Nehmen Sie drei Joghurtbecher und stülpen diese um. Im Beisein der Katze legen sie unter einem der Becher ein Leckerli. Wie schnell wird sie jetzt den richtigen Becher mit dem Leckerli umstoßen, um sich die Belohnung abzuholen?

Lange Weile macht krank. Auch wenn nicht alle Katzen Talent haben, benötigt jede Katze geistige Beschäftigung. Geben Sie Ihrer Katze anfangs leichte Denksport- und Geschicklichkeitsaufgaben und beobachten Sie, wie Ihr Stubentiger die Lösung des Problems findet. Ihre Katze wird Ihnen schon bald zeigen, ob sie an diesen Aufgaben Gefallen findet. Vor allem sollte der Spaß an der Lösung des Problems immer mit im Vordergrund stehen.

         

 

„Cat Activity Fun Board“

Dieses Fummelbrett fand bei unseren Stubentigern die größte Begeisterung.

  • 5 Spielmodule stellen unterschiedliche Aufgaben (riechen, tasten, sehen)
  • schult die Geschicklichkeit
  • für Katzen ab 3 Monate
  • auch für ältere oder kranke Tiere geeignet

 

Katzenerziehung

Wie die Katzenmutter ihre Jungen erzieht

Katzen ErziehungZunächst ist die Katzenmutter bestrebt, ihren Nachwuchs beisammen zu halten. Ihre wachsamen Augen sind stets auf ihre Jungen gerichtet, wenn diese das Wurflager für erste Ausflüge verlassen. Entfernen sich die Katzenbabys zu weit von der „Basis“, dann gibt es von der Katzenmutter meist einen kräftigen Schupser in die richtige Richtung. Sind die Kleinen ca. 4 Wochen alt, nehmen sie ihre erste feste Nahrung zu sich. Ab diesem Moment beginnt das eigentliche „Katzen erziehen“ durch die Katzenmutter. So bringt die Mutter von der Jagd Beute mit und legt beispielsweise tote Mäuse in das Nest ihrer Jungen. Die Katzenbabys wissen meist erst nichts damit anzufangen und spielen nur mit der Beute. Die Katzenmutter zeigt ihren Jungen anschließend, wie man die Beute genüsslich verspeist. Die Jungen schauen der Mutter ganz genau zu und versuchen es auch selbst.

Ungefähr 14 Tage später folgt die nächste Lektion im „Katzen erziehen“. Doch jetzt bringt die Katzenmutter von ihrer Jagd lebende Beute mit und legt diese dann ins Nest der Katzenbabys. Da die Beute nun versucht aus dem Nest zu fliehen, zeigt die Mutter jetzt ihren Kleinen, wie man die Beute gezielt mit einem Biss tötet. Doch es wird noch Wochen dauern, bis die Jungen dies auch beherrschen.

Die Umgebung erkunden und spielen

Sind die Katzenbabys kräftig genug, geht die Katzenmutter mit ihren Kleinen auf Erkundungstour durch ihr Revier. Hierbei geht die Mutter stets voraus und lockt die Kleinen mit ihrem Gurren. Die Ausflüge im eigenen Revier gehören auch zur Katzenerziehung. Die Katzenbabys folgen ihrer Mutter und erkunden so nach und nach die neue Umgebung.

Was passiert, wenn plötzlich eine Gefahr droht? In solch einer Situation gibt die Katzenmutter einen lauten Warnruf von sich und ihre Kleinen stürmen sofort zu ihr und suchen Schutz. So lernen sie schnell, was für sie Gefahr bedeutet und was nicht.

Wenn Menschen Katzen erziehen

KatzenerziehungManche meinen immer noch, Katzen erziehen ist nicht möglich. Hierbei kommt es natürlich darauf an, was man unter Katzen erziehen versteht. Katzen sind sehr eigenwillig und jede von ihnen hat ihren eigenen Charakter. Eine Katze kann man nicht erziehen wie einen Hund. Die Befehle „Männchen machen“ oder „bei Fuß“ funktionieren bei  Katzen nicht. Jedoch wissen Katzen, welche von ihrer Mutter und ihren Geschwistern Einiges gelernt haben, wie man sich im Revier zu verhalten hat. Wer sich dazu entschlossen hat, das eigene Heim mit einer Katze zu teilen, kann sich glücklich schätzen. Denn Katzen sind etwas ganz Besonderes und jede einzelne von ihnen hat ihren eigenen Charme.

Von Natur aus sind Katzen zufriedene Tiere und brauchen nicht viel um glücklich zu sein. Im Alltag mit einer Katze stellen Sie die Regeln auf. Katzen lernen schnell und lernen auch gern. Sie brauchen nicht lange, um zu verstehen, was sie im gemeinsamen Haushalt dürfen und was sie lieber unterlassen sollten. Um eine Katze zu erziehen, sollte man schon sehr viel Feingefühl mitbringen.

Katzen denken anders als Menschen

Jeder Katzenbesitzer sollte sich erst einmal klar machen, dass eine Katze einen ganz anderen Denkprozess durchläuft als der Mensch. So ist für eine Katze eine einmal gemachte Erfahrung nicht auf eine andere Situation übertragbar. Wenn eine Katze mehrmals gesagt bekommt, dass sie nicht am Sofa kratzen soll, so kann sie es nicht verstehen, dass dieses Verbot auch automatisch für den Sessel, Teppich oder andere Möbel gleichermaßen gilt.

Ebenso denkt die Katze auch, wenn der Mensch jetzt gerade nicht anwesend ist, kann man doch wieder an den Möbeln kratzen. Und nicht nur der Besitzer soll mit seiner Katze schimpfen, wenn sie wieder an den Möbeln kratzt, sondern die Katze muss auch eine schlechte Erfahrung dabei machen. So könnte beispielsweise ein kalter Wasserstrahl aus einer Sprühflasche zum Einsatz kommen. Die Katze wird nun künftig dieses Möbelstück meiden, von welchem sie einen Wasserstrahl bekam. Sofern der Mensch, der den Wasserstrahl abgibt, nicht unmittelbar daneben steht, kann die Katze dieses schreckliche Erlebnis nur mit dem Ort in Verbindung bringen, jedoch nicht mit der Person.

Der richtige Zeitpunkt der Strafe

Da die Katze eine für sie unangenehme Erfahrung immer nur mit der gerade stattfindenden Situation in Verbindung bringen kann, zeigt eine Strafe nur dann ihre volle Wirkung, wenn diese auch gleich auf frischer Tat folgt. Ertappen Sie die Katze nicht auf frischer Tat, so können Sie sie im Nachhinein auch nicht mehr dafür strafen. Die Katze kann es dann nicht mehr nachvollziehen, wofür sie jetzt eigentlich bestraft wurde.

Klare Regeln und Konsequenz

Katzen erziehen ist nicht kompliziert, denn sie sind lernwillig und lernen auch schnell. Doch eines kann die Katze jedoch nicht verstehen, wenn es Ausnahmen gibt. Darum ist absolute Konsequenz die wichtigste Regel in der Katzenerziehung.

1. Bild von oben: depositphotos.com/orhancam

2. Bild von oben: depositphotos.com/Hackman

Erste Hilfe bei Katzen

Erste Hilfe bei Katzen

Für den Notfall gut vorbereitet sein

Sprichwörtlich heißt es, dass Katzen mehrere Leben haben. Jedoch sind sie nicht unverwundbar und brauchen manchmal auch unsere Hilfe. Katzen sind zäh. Sie lassen es sich nicht sofort anmerken, wenn sie gesundheitliche Probleme haben. Denn meist entwickeln sich Krankheiten bei Katzen schleichend, so dass diese erst spät entdeckt werden. Wer aber seine Katze gut kennt und sie stets beobachtet, wird schnell erkennen, wenn mit der Katze etwas nicht stimmt und kleine Veränderungen sind sofort erkennbar.

Manchmal treten auch plötzlich unerwartete Situationen im Leben einer Katze auf, welche für uns Katzenbesitzer nicht zu übersehen sind. Die Katze hat einen Unfall, ist gestürzt oder hat eine Wunde und blutet.

Die größte Gefahr für eine Katze mit Freigang ist der Straßenverkehr. Jedes Jahr sterben viele Katzen an den Folgen einer Kollision mit einem Fahrzeug. Doch schnelle Hilfe kann vielen Katzen das Leben retten. Auch wenn Sie Zeuge eines solchen Unfalls werden, fassen Sie sich ein Herz, um der Katze schnell erste Hilfe zu geben.

Erste Hilfe für die Katze

Wie verhalte ich mich, wenn die Katze in Not ist?

Ein Notfall bei einer Katze muss stets von einem Tierarzt versorgt werden. Die Aufgabe des Katzenbesitzer oder derjenige, der das verletzte Tier geborgen hat, sollte auf die Katze beruhigend einwirken und erste Hilfe leisten.

In einer Notfallsituation sollte die Erste Hilfe bei Katzen gut vorbereitet sein. So könnte man sich auch regelmäßig informieren, welche Tierklinik in Ihrer Nähe einen 24-Stunden-Notfalldienst leistet. Sinnvoll wäre auch, gleich die Telefonnummer im Handy abzuspeichern. Als erste Hilfe bei Katzen ist nur die Erstversorgung zu verstehen. Die Erstversorgung ersetzt keinesfalls die Behandlung eines Tierarztes. Die Katze soll in der Erstversorgung zunächst stabilisiert werden, bis der Tierarzt die Behandlung übernimmt. Die erste Hilfe bei Katzen gestaltet sich je nach Art der Verletzung oft sehr schwierig, so dass eine Erstversorgung manchmal erst nach Verabreichung einer Narkose erfolgen kann.

Was brauche ich für die erste Hilfe bei Katzen?

Eine Katze, die Schmerzen hat, ist panisch und reagiert anders, als Sie es sonst von ihr gewohnt sind. Auch wenn Sie als Katzenbesitzer eine ihr vertraute Person sind, so kann es sein, dass sie sich auch von Ihnen nicht mehr anfassen lässt. Hier ist es ratsam, sie haben für solche Notfälle eine Paar robuste Handschuhe griffbereit. Denn Katzenbisse sind sehr schmerzhaft und es könnten bösartige Wunden entstehen.

Wichtig ist auch, ein Erste-Hilfe-Set zur Hand zu haben. Dieses können Sie im Handel kaufen. Einige Tierärzte bieten diese Erste-Hilfe-Sets mittlerweile auch an. Diese Sets beinhalten alle wichtigsten Dinge für eine zügige Erstversorgung.

Damit die verletzte Katze sicher zum Tierarzt gebracht werden kann, nutzen Sie bitte eine geeignete Transportbox. Eine Transportbox, welche komplett von oben zu öffnen ist, hat sich für den Transport für Katzen schon immer bestens bewährt. Wenn Sie die Transportbox im Auto unterbringen wollen, können sie diese auf dem Beifahrersitz mit dem Anschnallgurt durch den Tragegriff der Box befestigen. Ebenfalls ein sicherer Platz, um die Transportbox im Auto zu transportieren, ist der Fußraum hinter dem Fahrersitz.

In der Tierarztpraxis angekommen

Bei Ankunft in der Tierarztpraxis kann es sein, dass Ihnen die verletzte Katze sofort abgenommen und in einen sogenannten „Notfallraum“ gebracht wird. In diesem für Notfälle eingerichteten Raum haben meist praxisfremde Personen aus hygienischen Gründen keinen Zutritt. Tierärzte, welche Erfahrungen mit Notfällen haben, können schnell erkennen, in welcher gefährlichen Situation die Katze sich geraden befindet. In der heutigen Medizin stehen dem Tierarzt zahlreiche Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung, um eine rasche Diagnose feststellen zu können.

Video: barritscho/youtube.de

Katze streicheln

Streicheln lieben alle Katzen

Katzen streichelnKatzen haben es gern, wenn sie gestreichelt werden, besonders am Hals oder auf dem Rücken. Auch an Ohren und auf der Brust mögen sie es. Wie sollte man eine Katze streicheln? Beim Streicheln der Katze sollte man darauf achten, dass man in Wuchsrichtung ihrer Haare streichelt. Denn Katzen mögen es auf keinen Fall, wenn man ihr Fell durcheinander bringt.

Warum mögen Katzen das Streicheln?

Das Streicheln ist für die Katze ein Gefühl der Geborgenheit. Wenn wir die Katze streicheln, so erinnert sie sich an die Zeit als sie noch ein Kätzchen war und von der Zunge ihrer Mutter regelmäßig massiert und gesäubert wurde. Dieses Gefühl von Mutterliebe stellt sich auch bei den Schmuseeinheiten mit vertrauten Menschen ein. Durch das sanfte Streicheln wird im Katzenhirn ein Hormon „Serotonin“ ausgeschüttet, welches für den Zustand des Wohlfühlens verantwortlich ist.

Aus Sicht einer Katze hat der Mensch, der sich regelmäßig um sie sorgt, sie füttert und mit Streicheleinheiten umgibt, generell die Mutterrolle übernommen. Wir schützen Katzen vor möglichen Gefahren, wie es einst die Katzenmutter tat.

So wie Katzenkinder den Körperkontakt zu ihrer Mutter brauchen, so sucht eine erwachsene Katze ebenfalls den Kontakt zu den Menschen, welche Sorge für sie tragen. Das Bedürfnis nach Streicheleinheiten einer jeden Katze ist unterschiedlich geprägt. Manche fordern regelrecht aufdringlich oft Kontakt ein und andere Katzen wiederum nicht so stark.

Vorsicht beim Streicheln am Bauch

Viele Katzen mögen es nicht, wenn sie am Bauch gestreichelt werden. Die Bauchpartie einer Katze ist sehr sensibel. Wenn sich die Katze beim Schlafen auf den Rücken legt und die Beine nach oben streckt, so ist das dem Menschen gegenüber ein großer Vertrauensbeweis. Eigentlich stellt die Katze ihren Bauch nicht offen zur Schau, weil sie hier sehr verletzlich ist und im Ernstfall nicht sofort abwehrbereit wäre.

 

Die Rückenlage bei Katzen ist zugleich auch eine Abwehrposition zur Verteidigung im Kampf gegen Artgenossen oder anderen Feinden. Auch wenn die Katze gerade in Schmusestimmung ist, muss es noch lange nicht bedeuten, dass sie sich auch am Bauch streicheln lässt. So kann es passieren, dass die Katze durch eine Reflexreaktion mal schnell ein paar Pfotenhiebe verteilt.

Doch wer schon länger mit einer Katze zusammen wohnt und ihren eigenen Charakter kennt, weiß auch ihre Signale anhand der Körpersprache zu deuten, um zu wissen, in welcher Stimmung sich die Katze gerade befindet.

Bild: depositphotos.com/ia_64