Homöopathie für Katzen

Tierhalter vertrauen immer mehr dieser Therapieform

Homöopathie für KatzenZunehmend setzen immer mehr Tierhalter auf alternative Behandlungsmethoden wie Homöopathie. So kann Tieren oft mit sanften Mitteln geholfen werden. Bei stärker oder länger anhaltenden Beschwerden gilt es aber grundsätzlich, das Tier auf jeden Fall einem Tierarzt vorzustellen. In der Tierheilkunde wird Homöopathie schon fast genauso lange angewendet wie in der Humanmedizin. Viele Tierärzte und -halter schwören auf dieses Naturheilverfahren, auch wenn es hierfür noch keine aussagekräftigen wissenschaftlichen Studien gibt. Im Allgemeinen sprechen Tiere sehr gut auf homöopathische Arzneimittel an. Doch wenn erkrankte Tiere schon längere Zeit Medikamente wie beispielsweise Kortison bekommen haben, stößt das Naturheilverfahren schon an seine Grenzen. Homöopathie soll als Reiz- und Regulationstherapie die Selbstheilungskräfte des Organismus aktivieren. Birgit Mosenheuer, ganzheitliche Tierärztin aus dem oberbayerischen Moosbach, arbeitet mit hoch verdünnten Wirkstoffen, die bei einem Gesunden genau jene Beschwerden auslösen, gegen die sie in verdünnter Form helfen sollen. „Homöopathen betrachten die Krankheit des Patienten immer als Gesamtheit seiner körperlichen und Verhaltenssymptome“, erklärt die Veterinärin Mosenheuer. „Um das individuell genau passende Mittel auszuwählen, müssen wir das Tier aufmerksam beobachten und bei der Untersuchung alle Sinne einbeziehen.“

Untersuchung aller Sinne

Vor Beginn der Behandlung sind auch Lebensgeschichte und Beobachtungen der Halter von großer Bedeutung. Da die Tiere sich nicht äußern können, wo es ihnen schmerzt, sind die Ärzte gute Beobachter. Sie haben eine Fähigkeit, die durch eine homöopathische Zusatzausbildung intensiviert werden kann. „Wir schauen immer, welche Symptome vorliegen und behandeln diese“, sagt Mosenheuer.

Wenn es notwendig ist, setzen aber auch homöopathisch arbeitende Tierärzte die moderne Diagnostik ein wie Röntgen und Ultraschall. Mosenheuer behandelt Allergien, akute Infekte und Arthrose, auch fortgeschrittene chronische Erkrankungen sowie Krebs homöopathisch. „In diesen Fällen ist zwar manchmal keine Heilung mehr möglich, oft können wir aber eine deutliche Besserung erzielen und das Leben des Tieres verlängern.“ Sie betont, dass eine homöopathische Therapie frei von Nebenwirkungen sei.

Homöopathische Komplexmittel aus der Apotheke

Apotheker dürfen allerdings keine Diagnose stellen. So beschränkt sich die Behandlung auf leichte Beschwerden wie Reiseübelkeit, Erkältungen oder Nervosität. Nach Operationen, im Alter oder nach überstandenen Krankheiten profitieren die Tiere von Stärkungs- und Aufbaumitteln. In diesen Fällen empfehlen Apotheker meist homöopathische Komplexmittel mit mehreren Wirkstoffen, die es auch für Tiere gibt. Um ein individuell genau passendes Einzelmittel auswählen zu können, braucht es dagegen einen homöopathisch geschulten Tierarzt.

Homöopathische Mittel können von Tierärzten auch als Spritze verabreicht werden, Apotheker geben vorwiegend Globuli ab. Bei Hunden und Katzen können die Streukügelchen in das Futter gemischt oder im Trinkwasser aufgelöst werden. Kleintieren hingegen wird das in Wasser gelöste Arzneimittel mittels einer Plastikspritze direkt ins Maul verabreicht.

Kein Alkohol für Katzen

Damit die Wirksamkeit von homöopathischen Mitteln nicht beeinträchtigt wird, sollten sie weder angefasst werden oder mit Metall in Berührung kommen. Zur Verabreichung der homöopathischen Präperate werden Kunststoffschüsseln sowie Plastiklöffel empfohlen. Alkoholische Lösungen eignen sich für Tiere gar nicht. Vor allem Katzen vertragen keinen Alkohol.

Eine große Rolle für den Erfolg der Therapie spielt natürlich auch die Motivation des Tierhalters. Voraussetzung für einen Behandlungserfolg sei allerdings eine gründliche Untersuchung durch einen homöopathisch geschulten Tierarzt. Eine Ferndiagnose am Telefon ist nur in Ausnahmefällen empfehlenswert. „Die Homöopathie ist zu wertvoll, als dass wir uns Fehler erlauben könnten.“

Bild: filorosso.eu – Manfred Gerber / pixelio.de
Quelle: Apotheken-Umschau/Barbara Kandler-Schmitt (03/14)

Katzen impfen

Katzen impfen

Impfpass für Katzen

 

Warum sollten Katzen geimpft werden?

Katzen impfen ist ein Muss für ein gesundes Katzenleben. Bevor der Tierarzt mit dem ersten Impfen beginnt, sollte er bei der Katze eine Routineuntersuchung durchführen. Unter anderem  muss die Katze auch bei guter Gesundheit sein.

Um ein kontinuierliches Immunitätsniveau bei Katzen zu erzielen, sollten junge Katzen erstmals im Alter von acht oder neun Wochen geimpft werden. Die Auffrischung erfolgt dann nach der zwölften Woche mit einer zusätzlichen Impfung gegen Tollwut. Die zweite Auffrischung erfolgt sodann ein Jahr später.

Die Katze ist von früher Jugend an verschiedenen Infektionskrankheiten schutzlos ausgesetzt. Vorbeugende Impfungen bewahren Katzen vor diesen Erkrankungen. Gegen folgende Infektionskrankheiten der Katze können Schutzimpfungen erteilt werden – Katzenseuche, Katzenschnupfen, Katzenleukose (FeLV-Infektion) und Tollwut.

Katzenseuche

Die Katzenseuche, auch Panleukopenie genannt, ist eine hoch ansteckende und weit verbreitete Viruskrankheit. Katze aller Altersstufen können an diesem Virus erkranken, jedoch vorwiegend junge Katzen. Verbreitet wird die Erkrankung von infizierten, erkrankten, aber auch von genesenen Tieren mit allen Ausscheidungen wie Harn, Kot, Speichel und Nasenausfluss.

Wie wird Katzenseuche übertragen?

Durch eine hohe Widerstandskraft kann der Erreger in der Umwelt viele Monate ansteckungsfähig bleiben und ist somit eine ständige Bedrohung für alle ungeimpften Tiere. Die Ansteckung erfolgt dann meist durch den direkten Kontakt. Eine Gefahr ist aber auch der indirekte Kontakt über Kleidung, Schuhwerk und andere Gegenstände. So sind auch die Tiere, welche nicht geimpft sind und nur in der Wohnung leben, ebenso gefährdet.

Nach einer Inkubationszeit von 4 bis 12 Tagen (Zeit zwischen Ansteckung und erste Krankheitsanzeichen) tritt hohes Fieber auf und die betroffenen Tiere haben vermehrt Durst. Später bekommen erkrankte Katzen auch Durchfall, der zu einer schnellen Austrocknung und Flüssigkeitsverlust führt.

Während der Krankheit kommt es durch den starken und rapiden Abfall der Anzahl von weißen Blutkörperchen zu einer Schwächung der Abwehrfunktion des Organismus. Hierdurch können sich weitere Erreger im Körper der Katze ungehindert vermehren und zu weiteren Komplikationen führen. Eine Behandlung mit erfolgreichem Ziel ist dann nicht mehr möglich. Die Behandlung bei einer Katzenseuche ist im allgemeinen sehr schwierig. Es gilt die Entkräftung der Katze aufzuhalten, den Flüssigkeitsverlust zu ersetzen und den Magen-Darm-Trakt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Der einzig sichere Schutz vor dieser Erkrankung kann nur die vorbeugende Schutzimpfung sein.

Katzenschnupfen

Was versteht man unter Katzenschnupfen?

Katzenschnupfen ist eigentlich irreführend. Bei dieser Infektionskrankheit handelt es sich nicht nur um einen harmlosen Schnupfen. Diese schwerwiegende Krankheit kann manchmal sogar lebensbedrohliche Infektionen hervorrufen.

Katzenschnupfen wird hauptsächlich durch drei Erreger hervorgerufen – (Herpes-/Rhinotracheitisvirus (FHV), Calicivirus (FCV) und Chlamydien (C.felis).

Wie wird Katzenschnupfen übertragen?

Erkrankte Katzen scheiden die Schnupfenerreger vorwiegend über Augen, Nase und Speichel aus. Die Ansteckung erfolgt durch direkten Kontakt. Durch Gegenstände können die Erreger aber auch herangetragen werden.

Symptome bei Katzenschnupfen

Die betroffenen Katzen niesen häufig, bekommen Fieber, ihre Augen verkleben und in den Nasenlöchern bildet sich wässriger bis eitriger Ausfluss.

Besonderheiten der Chlamydien-Infektion

Chlamydien sind Bakterien, die sich vorzugsweise in den Schleimhäuten des Kopfbereiches ansiedeln. Die Folgen dieser Infektion sind Entzündungen der Augenbindehaut (meist einseitig), aber auch der Rachen und die Nase können betroffen sein. Die Übertragung erfolgt durch unmittelbaren Kontakt. Besonders gefährdet sind Katzen, die während eines Urlaubs in Tierpensionen abgegeben werden oder Ausstellungs- und Zuchtkatzen. Nachweislich können Chlamydien von der Katze auch Infektionen beim Menschen auslösen.

Katzenleukose (FeLV-Infektion)

Die Katzenleukose bezeichnete Infektion wird heute nach dem Erreger – felinen Leukämie-Virus (FeLV-Infektion) benannt.

Wie wird die FeLV-Infekton übertragen?

Katzen belecken sich gegenseitig. Durch den virushaltigen Speichel infizieren sie sich gegenseitig. Hierbei stecken sich meist Kater durch das Beißen bei Rangstreitigkeiten gegenseitig an. In folgenden Fällen besteht die Gefahr der Infektion:

– freier Auslauf, Gruppenhaltung, gemeinsame Nutzung der Futter- und Wasserschalen sowie Katzentoiletten

Auch kann es vorkommen, dass Katzen diese Seuche unerkannt verbreiten, da trotz einer Infektion Katzen auch jahrelang ein gesundes Erscheinungsbild vorweisen können.

Folgeerkrankung einer FeLV-Infektion

Hier kann das Krankheitsbild sehr vielseitig und untypisch erscheinen, wie Zahnfleischentzündungen, unerklärlicher Gewichtsverlust, chronischer Durchfall oder andauernde Erschöpfung. Um eine sichere Diagnose stellen zu können, sorgt ein Bluttest in der Tierarztpraxis für Klarheit. Die FeLV-Infektion ist unheilbar. 

Eine Katze, die einmal infiziert ist, stirbt innerhalb von drei Jahren – meist aber schon innerhalb weniger Monate. Daher besteht durch die Schutzimpfung die sicherste Vorbeugung. Um Katzen vor dieser FeLV-Infektion rechtzeitig zu schützen, werden sie bereits ab der 8. Lebenswoche geimpft. Jede Freigänger-Katze sollte die Impfung gegen die FeLV-Infektion erhalten.

Die Tollwut

In der Regel ist die Tollwut eine tödlich verlaufende Virusinfektion. Auch der Mensch ist für diese empfänglich. Die Infektionskette geht vom Fuchs aus, welcher die Tollwut auf seine Artgenossen, andere Wildtiere, Haustiere und den Menschen übertragen kann. Die Ansteckung der Virusinfektion erfolgt durch den Biss eines mit Tollwut infizierten Tieres. Hierbei dringt das Virus über den Speichel in die Bisswunde, auch über Schleimhäute in Auge und Mund ist möglich. Das Virus siedelt sich nach der Ansteckung über das Nervengewebe im Gehirn an und verursacht so die Tollwut-Erscheinungen wie:

– Verhaltensstörungen, Unruhe, Schreckhaftigkeit, klägliches Miauen, Scheu und Speichelfluss

Bei einer an Tollwut erkrankten Katze kann es zu Kratz- oder Beißwut kommen, sogar ihr gegenüber vertrauten Personen. Jede Freigänger-Katze sollte daher gegen Tollwut geimpft sein. Die vorbeugende Impfung bietet Schutz und dient unmittelbar nach der Impfung ebenfalls Schutz für den Menschen.

Der Gesetzgeber hat bezüglich der Gefährlichkeit der Tollwut besondere Maßnahmen angeordnet: Tiere, die an Tollwut erkrankt sind, müssen getötet werden. Dies gilt bei Katzen bereits dann, wenn sie mit Wut kranken oder Seuchen verdächtigen Tieren in Berührung gekommen sind. Besteht der Nachweis, dass die Katze schutzgeimpft ist, entfällt die Tötungspflicht. Damit ein ununterbrochener und andauernder Impfschutz besteht, müssen regelmäßige Wiederholungsimpfungen erfolgen.

Hinweis für die Reise ins Ausland

Voraussetzung für die Mitnahme von Katzen ins Ausland ist eine gültige Tollwutimpfung. Auch sollten Sie sich über die geltenden Einreisebestimmungen rechtzeitig vor einer Reise informieren.

Wie verlässig sind Schutzimpfungen?

Schutzimpfungen sind zuverlässig. Zum Zeitpunkt der Impfung muss die Katze gesund sowie frei von äußeren und inneren Parasiten sein. Deshalb ist es notwendig, dass die Katze auch entwurmt ist.

Bei den Schutzimpfungen unterscheidet man zwischen Grundimmunisierung und Wiederholungsimpfungen. Eine Grundimmunisierung ist der erstmalige Aufbau eines Impfschutzes im ersten Jahr der Impfung. Wiederholungsimpfungen müssen dann in regelmäßigen Abständen erfolgen, damit ein andauernder Impfschutz aufrecht erhalten werden kann.

Der Zeitpunkt der Impfung

Durch die Auseinandersetzung mit verschiedenen Erregern oder aufgrund von Impfungen bildet der Organismus Schutzstoffe, die so genannten Antikörper. Diesen selbst aufgebauten Schutz nennt man aktive Immunität.

Im Gegensatz dazu bedeutet die passive Immunität, dass die Schutzstoffe von außen, beispielsweise mit der Muttermilch, zugeführt werden. Ein saugendes Kätzchen erhält daher einen passiven Infektionsschutz, welcher allerdings zwischen der 6. und 16. Lebenswoche abgebaut wird.

Daher ist es unbedingt ratsam, bei jungen Katzen eine Schutzimpfung durchführen zu lassen, damit sie nicht der Gefahr einer Infektion ausgesetzt sind.

Impfplan für Katzen

Empfehlung Ständige Impfkommission Vet. (StIKo Vet.)

Katzen Impfplan

Katzen impfen – Kosten

Der Autor zahlte für das Impfen (komplette Wiederholung- und Tollwutschutzimpfung) für seine Freigänger-Katze ein tierärztliches Honorar in Höhe von 24,– Euro.

Diese  Kosten können allerdings von Praxis zu Praxis variieren. Erkundigen Sie sich vorab bei Ihrem Tierarzt nach den Kosten für das Impfen Ihrer Katze.

Körpersprache Katzen

Die Körpersprache der Katzen

Körpersprache Katzen – was Katzenbesitzer wissen sollten

Die Körpersprache der Katzen ist sehr vielseitig. Die Art der Position, wie die Katze gerade steht, wie sie ihren Schwanz hält und die Stellung der Ohren geben uns Hinweise darüber, in welcher Stimmung sie sich gerade befindet. Es ist auch zu beobachten, welche Absichten die Katze hegt. Jeder Katzenbesitzer sollte die Körpersprache der Katzen verstehen, damit keine Missverständnisse in der Kommunikation auftreten. So könnte eine scheinbar freundliche Geste der Katze das genaue Gegenteil bedeuten.

Die Körpersprache der Katzen ist oft schwer zu verstehen. Wird die Katze gestreichelt, so macht sie oft einen Buckel, um den Körperkontakt zu intensivieren. Aber eher ist der Katzenbuckel ein sicheres Zeichen für Angst oder Wut. Sträubt die Katze das Fell, so wird sie unmittelbar darauf einen Angriff starten oder die Flucht ergreifen.

Liegt die Katze auf dem Rücken und lässt sich gemütlich ihren Bauch streicheln, so kann es auch zu plötzlichen Angriffen seitens der Katze kommen. Liegt die Katze in einer unterwürfigen Position, so ist sie stets leicht nervös, denn ihr Bauch ist eine verwundbare Stelle. Beginnt allerdings der Schwanz zu zucken, dann sollte das Streicheln auch gleich beendet werden. Plötzlich kann es passieren, dass die Katze sich blitzschnell umdreht und angreift.

Körpersprache Katzen – was uns der Schwanz der Katze verrät

Der Schwanz der Katze ist der Teil des Körpers, der Katzen und Menschen klare Botschaften übermittelt. Wenn der Katzenschwanz aufrecht gestellt ist und dabei zittert, so ist es ein Zeichen der Freude. Ein wedelnder Katzenschwanz hat meist die Bedeutung von Ärger oder die Katze ist in ihrer Stimmung gerade sehr gereizt. Je höher die Katze ihren Schwanz hält, umso zufriedener ist sie meist.

Körpersprache Katzenschwanz

 

Körpersprache Katzen – was uns die Ohren der Katze verraten

Die Körpersprache der Katzen

Wenn sich eine Katze gerade in Alarmbereitschaft befindet, so spitzt sie ihre Ohren. Eine schlafende Katze kann allein mit einem Ohr jedes verdächtige Geräusch verfolgen. Wenn sich zwei Katzen streiten, wird die Ängstlichere von beiden ihre Ohren flach anlegen. So schützt sie ihre Ohren vor möglichen Verletzungen und signalisiert der gegnerischen Katze so ihre Unterwerfung.

Der häufigste Grund für einen Kampf ist ein Territorialanspruch. Wenn eine neue Katze ins Haus kommt, so wird die dort bereits lebende Katze versuchen, diesen Eindringling zu vertreiben.

Körpersprache Katzen – was uns die Augen verraten

Der Blickkontakt stellt eine wichtige Ausdrucksform dar. Wenn sich zwei Rivalen anstarren, ist dies eine Methode, um den Ernstkampf zu vermeiden. Denn das Anstarren gilt bei Katzen als Zeichen der Dominanz.

Die Körpersignale einer Katze ergeben erst dann wirklich einen Sinn, wenn man alle Körperteile als ein Gesamtbild betrachtet. Ohren, Augen, Pose und der Schwanz haben jeweils eine Bedeutung mit einer gewissen Botschaft.

Bild: © Depositphotos.com/Eric Isselée

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Katzensprache verstehen für eine bessere Kommunikation

Katzensprache verstehen ist gar nicht so schwer

Die Katzensprache verstehen ist eigentlich gar nicht so schwer. Katzen hören ganz genau zu, wie wir Menschen etwas zu ihnen sagen. Damit wir die Katzensprache verstehen, sollten wir ebenfalls genau zuhören, wenn Katzen uns etwas mitteilen wollen.

Eine Katze sagt in ihrer Katzensprache nicht einfach so „Miau“. Ein „Miau“ unterscheidet sich in verschiedenen Tonhöhen und Lautstärken. Auch auf die Betonung kommt es an. Zudem lässt sich das „Miau“ in der Katzensprache auch noch in der Länge und Betonung variieren und somit ändert sich dann auch die Bedeutung. Wenn wir Katzenbesitzer Katzensprache verstehen lernen, dann klappt es auch besser mit der Kommunikation. Wenn Katzen etwas von uns wollen, miauen sie. Hierbei hat jede Katze ihre eigenen Dialekte, die sie in ihrem „Miau-Gespräch“ einbezieht.

Der Katergesang

Ein sehr eindrucksvolles Schauspiel ist der sogenannte Katergesang. Er ist eigentlich kein Gesang aus freudigem Anlass, sondern vielmehr ein Ausdruck von Revier- und Rangstreitigkeiten. Hierbei ist es den Kontrahenten sehr ernst, was die bedrohende Mimik und Körpersprache zeigt. Auch wenn kein rolliges Weibchen in der Nähe ist, „singen“ die Kater ab und zu auf diese Weise.

Dieses Jaulen und Kreischen kann solange andauern, bis sie sich endgültig in die „Wolle“ bekommen, oder bis schließlich einer mit ganz langsamen Bewegungen das Feld räumt. Man könnte glauben, eine Zeitlupenaufnahme zu betrachten. In den meisten Fällen räumt einer der Kontrahenten das Feld, um nach Möglichkeit Verletzungen zu vermeiden.

Wenn die Warnsignale der Katze übersehen oder ignoriert werden, so kann die Katze auch mal Fauchen, Spucken oder Knurren.

Katzensprache verstehen

Fauchen

Gefaucht wird zur Abwehr, wie ein Verbot einer Verteidigung oder eines Angriffs, aber auch aus Unsicherheit, Wut oder Angst.

Spucken

Zeigt das Fauchen nicht den gewünschten Erfolg, so wird eben gespuckt. Hierbei stößt die Katze unmittelbar Luft mit einem erschreckenden Laut aus, der dem Gegner die Gelegenehti geben soll, das Weite zu suchen. Hat sich die Situation bereits zugespitzt, so schlägt die Katze dabei gelegentlich mit einer oder beiden Vorderpfoten auf den Boden.

Knurren

Wenn auch das Spucken nicht ausreicht, um den Gegner in die Flucht zu schlagen, so greift die Katze zum letzten noch sanften Mittel – dem Knurren. Ein lautstarkes und andauerndes Knurren zeigt jetzt höchste Erregung und einen unmittelbar bevorstehenden Angriff mit Verletzungsgefahr.

Glückslaute – Zwitschern

Als einen angenehmen Katzenlaut bezeichnet man das „Zwitschern“. Dieser Laut wird meist von Katzenmüttern angewendet. Sie nutzen diesen Laut, um ihre Jungen zu rufen. Eine ausgewachsene Hauskatze nutzt das „Zwitschern“ zum Loben ihres Besitzers, der als Versorger eine Mutterrolle einnimmt. Unter anderem wird dieser Laut von Hauskatzen auch genutzt, wenn sie ihren Besitzern tote Mäuse oder Vögel als Geschenk bringen, was soviel bedeutet wie: „Das hab ich für dich mitgebracht, weil ich dich gern hab.“

Schnurren

Das Schnurren von Katzen gilt als das angenehmste und beruhigendste Katzengeräusch von allen. Mit dem Schnurren drücken Katzen ihr wohliges Befinden aus. Katzen schnurren aber auch, wenn sie verletzt sind oder sich gerade gestresst fühlen. Es wird vermutet, dass diese Art des Schnurrens therapeutische Zwecke erfüllt. Die Schnurren-Frequenz könnte bei einer verletzten Katze die Wirkung des Heilungsprozesses verstärken. Auch könnte das Schnurren zur Selbstberuhigung dienen.

Video: Estachen Luxtratus/youtube.de ; ARD/youtube.de

Kennst Du schon die Katzensprache?

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Die Katzensprache

Die Katzensprache bietet ein vielfältiges Verhaltensrepertoire und ist nicht so leicht zu durchschauen. Jede Katze hat ihren eigenen Charakter. Was die eine Katze zu schätzen weiß, muss der anderen Katze noch lange nicht gefallen. Katzen lieben über alles ihre Unabhängigkeit und verfolgen stets ihre eigenen Ziele. Sie machen sich weniger Gedanken darüber, ob ihr Tun uns Menschen gefällt. Katzen fügen sich in keine vorgegebene Struktur ein, sondern kommen und gehen, wie es ihnen gerade beliebt.

In der Katzensprache gibt es eine Vielzahl von Formen der Kommunikation. Bei den Lautäußerungen handelt es sich um Signale, die sie anderen Katzen und uns Menschen übermitteln.

         

Katzensprache unter Katzen

Katzen schnurren und fauchen, sie machen einen Buckel und räkeln sich. Sie wetzen die Krallen und reiben ihre Köpfe aneinander. An den verschiedenen Ausdrucksweisen der Katzensprache gibt die Katze zu erkennen, in welcher Stimmung sie sich gerade befindet. Anders als in Rudeln lebende Tiere durchstreifen Katzen einzeln ihr Revier. Dieses Verhalten bedeutet aber nicht, dass Katzen keinen Kontakt zu anderen Katzen haben. Das Gegenteil ist der Fall, denn sie sind sogar sehr kommunikativ.

Die Katzensprache gliedert sich in drei Arten von Sprachen, die Verständigung durch Töne und Laute, Körperhaltung und Mimik sowie „Duftsprache“. Die Laute der Katzensprache bestehen nicht nur aus „Miau“. Denn wer mit Katzen zusammen lebt weiß, dass das Spektrum von zärtlich leisen Tönen bis zu einem kläglichen Maunzen reicht. So in der Art „mir-gehts-gut-schnurren“ bis hin zu fürchterlichem Schreien.

Amerikanische Wissenschaftler haben zahlreiche Tonbandaufnahmen ausgewertet und kamen zu dem Ergebnis, dass die Hauskatze über das größte Lauetrepertoire aller Lebewesen, außer dem Menschen, verfügt.

Katzensprache von Katze zu Mensch

Die Beziehung zwischen Katzen und Menschen ist keine Einseitigkeit. Die Katze versucht dem Menschen zu verstehen zu geben, was sie von ihm will und wir Menschen tun dies ebenfalls. Damit wir die Katze auch verstehen können, welche Bedürfnisse sie anmeldet, setzt voraus, dass wir ihre Ausdrucksweisen kennen lernen und auch richtig deuten.

Katzensprache von Mensch zu Katze

Bei der Kommunikation mit einer Katze sollte man darauf achten, dass man sich ihr auf einer Art und Weise mitteilt, welche die Katze auch versteht. Wichtig ist hierbei auch, dass der Mensch erkennt, wo die Grenzen der Katze sind. Denn Katzen verstehen absolut keinen Spaß. Deshalb sollten Katzenbesitzer sich mit spaßigen Aktionen besser zurück halten.

Katzen sind wunderbare Freunde für Kinder, die einfühlsam mit ihnen umgehen können. Wilde Spiele sind für Katzen definitiv nicht geeignet. So könnte es je nach Charakter der Katze lange dauern, bis sie das Vertrauen wieder hergestellt hat.