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Homöopathie für Katzen

Tierhalter vertrauen immer mehr dieser Therapieform

Homöopathie für KatzenZunehmend setzen immer mehr Tierhalter auf alternative Behandlungsmethoden wie Homöopathie. So kann Tieren oft mit sanften Mitteln geholfen werden. Bei stärker oder länger anhaltenden Beschwerden gilt es aber grundsätzlich, das Tier auf jeden Fall einem Tierarzt vorzustellen. In der Tierheilkunde wird Homöopathie schon fast genauso lange angewendet wie in der Humanmedizin. Viele Tierärzte und -halter schwören auf dieses Naturheilverfahren, auch wenn es hierfür noch keine aussagekräftigen wissenschaftlichen Studien gibt. Im Allgemeinen sprechen Tiere sehr gut auf homöopathische Arzneimittel an. Doch wenn erkrankte Tiere schon längere Zeit Medikamente wie beispielsweise Kortison bekommen haben, stößt das Naturheilverfahren schon an seine Grenzen. Homöopathie soll als Reiz- und Regulationstherapie die Selbstheilungskräfte des Organismus aktivieren. Birgit Mosenheuer, ganzheitliche Tierärztin aus dem oberbayerischen Moosbach, arbeitet mit hoch verdünnten Wirkstoffen, die bei einem Gesunden genau jene Beschwerden auslösen, gegen die sie in verdünnter Form helfen sollen. „Homöopathen betrachten die Krankheit des Patienten immer als Gesamtheit seiner körperlichen und Verhaltenssymptome“, erklärt die Veterinärin Mosenheuer. „Um das individuell genau passende Mittel auszuwählen, müssen wir das Tier aufmerksam beobachten und bei der Untersuchung alle Sinne einbeziehen.“

Untersuchung aller Sinne

Vor Beginn der Behandlung sind auch Lebensgeschichte und Beobachtungen der Halter von großer Bedeutung. Da die Tiere sich nicht äußern können, wo es ihnen schmerzt, sind die Ärzte gute Beobachter. Sie haben eine Fähigkeit, die durch eine homöopathische Zusatzausbildung intensiviert werden kann. „Wir schauen immer, welche Symptome vorliegen und behandeln diese“, sagt Mosenheuer.

Wenn es notwendig ist, setzen aber auch homöopathisch arbeitende Tierärzte die moderne Diagnostik ein wie Röntgen und Ultraschall. Mosenheuer behandelt Allergien, akute Infekte und Arthrose, auch fortgeschrittene chronische Erkrankungen sowie Krebs homöopathisch. „In diesen Fällen ist zwar manchmal keine Heilung mehr möglich, oft können wir aber eine deutliche Besserung erzielen und das Leben des Tieres verlängern.“ Sie betont, dass eine homöopathische Therapie frei von Nebenwirkungen sei.

Homöopathische Komplexmittel aus der Apotheke

Apotheker dürfen allerdings keine Diagnose stellen. So beschränkt sich die Behandlung auf leichte Beschwerden wie Reiseübelkeit, Erkältungen oder Nervosität. Nach Operationen, im Alter oder nach überstandenen Krankheiten profitieren die Tiere von Stärkungs- und Aufbaumitteln. In diesen Fällen empfehlen Apotheker meist homöopathische Komplexmittel mit mehreren Wirkstoffen, die es auch für Tiere gibt. Um ein individuell genau passendes Einzelmittel auswählen zu können, braucht es dagegen einen homöopathisch geschulten Tierarzt.

Homöopathische Mittel können von Tierärzten auch als Spritze verabreicht werden, Apotheker geben vorwiegend Globuli ab. Bei Hunden und Katzen können die Streukügelchen in das Futter gemischt oder im Trinkwasser aufgelöst werden. Kleintieren hingegen wird das in Wasser gelöste Arzneimittel mittels einer Plastikspritze direkt ins Maul verabreicht.

Kein Alkohol für Katzen

Damit die Wirksamkeit von homöopathischen Mitteln nicht beeinträchtigt wird, sollten sie weder angefasst werden oder mit Metall in Berührung kommen. Zur Verabreichung der homöopathischen Präperate werden Kunststoffschüsseln sowie Plastiklöffel empfohlen. Alkoholische Lösungen eignen sich für Tiere gar nicht. Vor allem Katzen vertragen keinen Alkohol.

Eine große Rolle für den Erfolg der Therapie spielt natürlich auch die Motivation des Tierhalters. Voraussetzung für einen Behandlungserfolg sei allerdings eine gründliche Untersuchung durch einen homöopathisch geschulten Tierarzt. Eine Ferndiagnose am Telefon ist nur in Ausnahmefällen empfehlenswert. „Die Homöopathie ist zu wertvoll, als dass wir uns Fehler erlauben könnten.“

Bild: filorosso.eu – Manfred Gerber / pixelio.de
Quelle: Apotheken-Umschau/Barbara Kandler-Schmitt (03/14)