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Katzen impfen

Katzen impfen

Impfpass für Katzen

 

Warum sollten Katzen geimpft werden?

Katzen impfen ist ein Muss für ein gesundes Katzenleben. Bevor der Tierarzt mit dem ersten Impfen beginnt, sollte er bei der Katze eine Routineuntersuchung durchführen. Unter anderem  muss die Katze auch bei guter Gesundheit sein.

Um ein kontinuierliches Immunitätsniveau bei Katzen zu erzielen, sollten junge Katzen erstmals im Alter von acht oder neun Wochen geimpft werden. Die Auffrischung erfolgt dann nach der zwölften Woche mit einer zusätzlichen Impfung gegen Tollwut. Die zweite Auffrischung erfolgt sodann ein Jahr später.

Die Katze ist von früher Jugend an verschiedenen Infektionskrankheiten schutzlos ausgesetzt. Vorbeugende Impfungen bewahren Katzen vor diesen Erkrankungen. Gegen folgende Infektionskrankheiten der Katze können Schutzimpfungen erteilt werden – Katzenseuche, Katzenschnupfen, Katzenleukose (FeLV-Infektion) und Tollwut.

Katzenseuche

Die Katzenseuche, auch Panleukopenie genannt, ist eine hoch ansteckende und weit verbreitete Viruskrankheit. Katze aller Altersstufen können an diesem Virus erkranken, jedoch vorwiegend junge Katzen. Verbreitet wird die Erkrankung von infizierten, erkrankten, aber auch von genesenen Tieren mit allen Ausscheidungen wie Harn, Kot, Speichel und Nasenausfluss.

Wie wird Katzenseuche übertragen?

Durch eine hohe Widerstandskraft kann der Erreger in der Umwelt viele Monate ansteckungsfähig bleiben und ist somit eine ständige Bedrohung für alle ungeimpften Tiere. Die Ansteckung erfolgt dann meist durch den direkten Kontakt. Eine Gefahr ist aber auch der indirekte Kontakt über Kleidung, Schuhwerk und andere Gegenstände. So sind auch die Tiere, welche nicht geimpft sind und nur in der Wohnung leben, ebenso gefährdet.

Nach einer Inkubationszeit von 4 bis 12 Tagen (Zeit zwischen Ansteckung und erste Krankheitsanzeichen) tritt hohes Fieber auf und die betroffenen Tiere haben vermehrt Durst. Später bekommen erkrankte Katzen auch Durchfall, der zu einer schnellen Austrocknung und Flüssigkeitsverlust führt.

Während der Krankheit kommt es durch den starken und rapiden Abfall der Anzahl von weißen Blutkörperchen zu einer Schwächung der Abwehrfunktion des Organismus. Hierdurch können sich weitere Erreger im Körper der Katze ungehindert vermehren und zu weiteren Komplikationen führen. Eine Behandlung mit erfolgreichem Ziel ist dann nicht mehr möglich. Die Behandlung bei einer Katzenseuche ist im allgemeinen sehr schwierig. Es gilt die Entkräftung der Katze aufzuhalten, den Flüssigkeitsverlust zu ersetzen und den Magen-Darm-Trakt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Der einzig sichere Schutz vor dieser Erkrankung kann nur die vorbeugende Schutzimpfung sein.

Katzenschnupfen

Was versteht man unter Katzenschnupfen?

Katzenschnupfen ist eigentlich irreführend. Bei dieser Infektionskrankheit handelt es sich nicht nur um einen harmlosen Schnupfen. Diese schwerwiegende Krankheit kann manchmal sogar lebensbedrohliche Infektionen hervorrufen.

Katzenschnupfen wird hauptsächlich durch drei Erreger hervorgerufen – (Herpes-/Rhinotracheitisvirus (FHV), Calicivirus (FCV) und Chlamydien (C.felis).

Wie wird Katzenschnupfen übertragen?

Erkrankte Katzen scheiden die Schnupfenerreger vorwiegend über Augen, Nase und Speichel aus. Die Ansteckung erfolgt durch direkten Kontakt. Durch Gegenstände können die Erreger aber auch herangetragen werden.

Symptome bei Katzenschnupfen

Die betroffenen Katzen niesen häufig, bekommen Fieber, ihre Augen verkleben und in den Nasenlöchern bildet sich wässriger bis eitriger Ausfluss.

Besonderheiten der Chlamydien-Infektion

Chlamydien sind Bakterien, die sich vorzugsweise in den Schleimhäuten des Kopfbereiches ansiedeln. Die Folgen dieser Infektion sind Entzündungen der Augenbindehaut (meist einseitig), aber auch der Rachen und die Nase können betroffen sein. Die Übertragung erfolgt durch unmittelbaren Kontakt. Besonders gefährdet sind Katzen, die während eines Urlaubs in Tierpensionen abgegeben werden oder Ausstellungs- und Zuchtkatzen. Nachweislich können Chlamydien von der Katze auch Infektionen beim Menschen auslösen.

Katzenleukose (FeLV-Infektion)

Die Katzenleukose bezeichnete Infektion wird heute nach dem Erreger – felinen Leukämie-Virus (FeLV-Infektion) benannt.

Wie wird die FeLV-Infekton übertragen?

Katzen belecken sich gegenseitig. Durch den virushaltigen Speichel infizieren sie sich gegenseitig. Hierbei stecken sich meist Kater durch das Beißen bei Rangstreitigkeiten gegenseitig an. In folgenden Fällen besteht die Gefahr der Infektion:

– freier Auslauf, Gruppenhaltung, gemeinsame Nutzung der Futter- und Wasserschalen sowie Katzentoiletten

Auch kann es vorkommen, dass Katzen diese Seuche unerkannt verbreiten, da trotz einer Infektion Katzen auch jahrelang ein gesundes Erscheinungsbild vorweisen können.

Folgeerkrankung einer FeLV-Infektion

Hier kann das Krankheitsbild sehr vielseitig und untypisch erscheinen, wie Zahnfleischentzündungen, unerklärlicher Gewichtsverlust, chronischer Durchfall oder andauernde Erschöpfung. Um eine sichere Diagnose stellen zu können, sorgt ein Bluttest in der Tierarztpraxis für Klarheit. Die FeLV-Infektion ist unheilbar. 

Eine Katze, die einmal infiziert ist, stirbt innerhalb von drei Jahren – meist aber schon innerhalb weniger Monate. Daher besteht durch die Schutzimpfung die sicherste Vorbeugung. Um Katzen vor dieser FeLV-Infektion rechtzeitig zu schützen, werden sie bereits ab der 8. Lebenswoche geimpft. Jede Freigänger-Katze sollte die Impfung gegen die FeLV-Infektion erhalten.

Die Tollwut

In der Regel ist die Tollwut eine tödlich verlaufende Virusinfektion. Auch der Mensch ist für diese empfänglich. Die Infektionskette geht vom Fuchs aus, welcher die Tollwut auf seine Artgenossen, andere Wildtiere, Haustiere und den Menschen übertragen kann. Die Ansteckung der Virusinfektion erfolgt durch den Biss eines mit Tollwut infizierten Tieres. Hierbei dringt das Virus über den Speichel in die Bisswunde, auch über Schleimhäute in Auge und Mund ist möglich. Das Virus siedelt sich nach der Ansteckung über das Nervengewebe im Gehirn an und verursacht so die Tollwut-Erscheinungen wie:

– Verhaltensstörungen, Unruhe, Schreckhaftigkeit, klägliches Miauen, Scheu und Speichelfluss

Bei einer an Tollwut erkrankten Katze kann es zu Kratz- oder Beißwut kommen, sogar ihr gegenüber vertrauten Personen. Jede Freigänger-Katze sollte daher gegen Tollwut geimpft sein. Die vorbeugende Impfung bietet Schutz und dient unmittelbar nach der Impfung ebenfalls Schutz für den Menschen.

Der Gesetzgeber hat bezüglich der Gefährlichkeit der Tollwut besondere Maßnahmen angeordnet: Tiere, die an Tollwut erkrankt sind, müssen getötet werden. Dies gilt bei Katzen bereits dann, wenn sie mit Wut kranken oder Seuchen verdächtigen Tieren in Berührung gekommen sind. Besteht der Nachweis, dass die Katze schutzgeimpft ist, entfällt die Tötungspflicht. Damit ein ununterbrochener und andauernder Impfschutz besteht, müssen regelmäßige Wiederholungsimpfungen erfolgen.

Hinweis für die Reise ins Ausland

Voraussetzung für die Mitnahme von Katzen ins Ausland ist eine gültige Tollwutimpfung. Auch sollten Sie sich über die geltenden Einreisebestimmungen rechtzeitig vor einer Reise informieren.

Wie verlässig sind Schutzimpfungen?

Schutzimpfungen sind zuverlässig. Zum Zeitpunkt der Impfung muss die Katze gesund sowie frei von äußeren und inneren Parasiten sein. Deshalb ist es notwendig, dass die Katze auch entwurmt ist.

Bei den Schutzimpfungen unterscheidet man zwischen Grundimmunisierung und Wiederholungsimpfungen. Eine Grundimmunisierung ist der erstmalige Aufbau eines Impfschutzes im ersten Jahr der Impfung. Wiederholungsimpfungen müssen dann in regelmäßigen Abständen erfolgen, damit ein andauernder Impfschutz aufrecht erhalten werden kann.

Der Zeitpunkt der Impfung

Durch die Auseinandersetzung mit verschiedenen Erregern oder aufgrund von Impfungen bildet der Organismus Schutzstoffe, die so genannten Antikörper. Diesen selbst aufgebauten Schutz nennt man aktive Immunität.

Im Gegensatz dazu bedeutet die passive Immunität, dass die Schutzstoffe von außen, beispielsweise mit der Muttermilch, zugeführt werden. Ein saugendes Kätzchen erhält daher einen passiven Infektionsschutz, welcher allerdings zwischen der 6. und 16. Lebenswoche abgebaut wird.

Daher ist es unbedingt ratsam, bei jungen Katzen eine Schutzimpfung durchführen zu lassen, damit sie nicht der Gefahr einer Infektion ausgesetzt sind.

Impfplan für Katzen

Empfehlung Ständige Impfkommission Vet. (StIKo Vet.)

Katzen Impfplan

Katzen impfen – Kosten

Der Autor zahlte für das Impfen (komplette Wiederholung- und Tollwutschutzimpfung) für seine Freigänger-Katze ein tierärztliches Honorar in Höhe von 24,– Euro.

Diese  Kosten können allerdings von Praxis zu Praxis variieren. Erkundigen Sie sich vorab bei Ihrem Tierarzt nach den Kosten für das Impfen Ihrer Katze.